Die Kunst des Lebens besteht darin,sich bereits auf Erden ein kleines Paradies zu schaffen.

Milla`s Landlust



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Filzwolle aus eigener Schafwolle

12.06.2016 15:02

 

Für unsere Kreativarbeiten in unserer Elfenwerkstatt möchten wir diesesmal die Filzwolle selber herstellen. Aus Schafwolle.

Dank unserer liebe Tante, haben wir eine Lieferung frisch geschorener wolle bekommen. In diesem Sinne nochmal ein großes Dankeschön Elisabeth <3

 

Ja und so sieht die Wollle aus..

Hm...ist noch weit entfernt von einer Filzwolle, aber gut Ding brauch Weile - und das kann man beim Fell säubern wirklich sagen. ...das dauerd.

 

Nachdem wir uns etwas im Web informiert hatten und viele, wirklich viele Techniken gefunden haben werden wir es nun  versuchen.

Als erstes müssen wir das Fell aussortieren. Stark verschmutzte , verklebte oder verfilzte Stellen gehören aussortiert.

Bei unserem Fell liegt das Proplem das die Schafe aus dem Stall heraus geschoren wurden, daher ist sehr viel Stroh darin verhadert.Was wiederum sehr viel Geduld braucht zum säubern.Das nächste Mal werden wir darauf achten das die Tiere von der Koppel geschoren werden. Aber als Anfänger auf diesem Gebiet müssen wir uns erst noch auf vieles drauf kommen.

Jeder der seine Schafwolle selbst verarbeiten will steht oft vor dem Problem des Waschens. Waschen sollte man zeitnah nach der Schur, damit das Lanolin nicht verharzt und die Wolle dadurch vergilbt.
 

Daher sind wir auch  bei der Reinigung noch etwas unsicher ...aber wir haben uns für die Technik mit Regenwasser entschieden.

Wir haben nun also das Fell aussortiert - stark verschmutztes weg.

Weiters sortieren wir auch die zu waschende Wolle in Verschmutzungsgraden.

Diese geben wir dann in Eimer mit Regenwasser.Und lassen diese 1-2 Tage stehen.

                                                       

 

Laut unseren Nachforschungen im Internet sollte man Regenwasser anstatt Leitungswasser verwenden, da das Regenwasser kalkfrei und weicher ist und somit die Wolle schön weich macht.

Weiters sollte man auf die Temperatur des Wassers achten...bei warmen, heißem Wasser oder Temperaturunterschieden fängt die Wolle zum Filzen an und macht "kletten".

Wir verwenden das Regenwasser direkt von der Regentonne- ohne erhitzen.

Nach den zwei Tagen holen wir nun Portionsweise unsere Wolle aus dem jetzt braunem Wasser. Drücken sie vorsichtig aus und geben sie wieder in einem Eimer.Diesesmal einen mit Regenwasser und Spülmittel. Drücken die Wolle hier gut durch und lassen sie auch wieder eine Zeit einweichen .Nebenbei kann man immer noch Verschmutzungen wie Heu usw. rauszupfen.

Dann wird die Wolle wiederum in einen Eimer mit sauberen Regenwasser gegeben und nochmal einen Tag stehen gelassen.  Die nun saubere Wolle wird zuletzt aus dem Eimer genommen und vorsichtig zum trocknen ausgebreitet und etwas auseinnander gezupft. Wir haben in unserem Heizraum einen optimalen Trocknungsraum, aber man kann sie natürlich auch im freien , windgeschützt trocknen.

  

Jedes Schafrasse und jedes Vlies ( Fell) ist anders. . Der Unterschied bei der braunen Wolle ist ohnehin kaum zu sehen, weniger zumindest als bei weißer Wolle. Ausserdem kann es ganz unterschiedlich sein, wie ein Vlies vor und nach dem Waschen aussieht. Ziel ist es in erster Linie die Fasern zu entfetten und dabei die Struktur der Fasern nicht zu zerstören, so dass es leicht weiterverarbeitet und später gefilzt werden kann.

Nachdem trocknen geben wir sie in Wäschekörbe und lagern sie bis zur nächsten Verarbeitung den erst dann kommt die eigentliche Arbeit - das auskämmen.

Erst dann wird sich uns zeigen ob die säuberung unseres Felles die richtige war.

Dazu dann beim nächstenmal....