Die Kunst des Lebens besteht darin,sich bereits auf Erden ein kleines Paradies zu schaffen.

Milla`s Landlust



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Braunfäule an Tomaten

20.06.2015 17:43

 

 
 

 

 

Bei meinen Gemüse -Rundgang hab ich heute was nicht gerade erfreuliches entdeckt. Ich bin ja immer so neugierig und schau meine Pflänzchen immer genau an, zwecks Schädlingen oder ob sie schon wieder etwas aufgebunden werden sollen. Ja und heute als ich mir die noch grünen Früchte ansah....kam der Schrecken.  

Braune Flecken auf den Früchten----NEIN----

   

Es handelt sich dabei um die Kraut und Braunfäule...kennen wir ja eigentlich an Tomaten....aber ansonsten hab ich erst im Herbst damit zutun ...und da dann auch nur an eigenen Sorten. Hier handelt es sich um gekaufte Sorten.

Nunmal zur erklärung- Tomaten Kraut und Braunfäule

Verbreitung des Pilzes

(Phytophthora infestans)


Die Sporen dieses Pilzes (sie dienen der Vermehrung und Verbreitung) überwintern in Saatkartoffeln .rdeoder der E Im Mai/Juni werden sie dann durch Wind auf andere Kartoffel- (Solanum tuberosum) und Tomatenpflanzen (Solanum lycopersicum) verbreitet. Die Sporen keimen bei anhaltender Blattnässe und infizieren zunächst die Blätter, später auch Stängel und Früchte.

 

Typische Symptome

 Typische Symptome für die Kraut- und Braunfäule an Tomatenpflanzen sind bei Befallsbeginn unscharf begrenzte, bräunliche Flecken auf den Blättern und am Stängel. Bei starker Feuchtigkeit bildet sich auf der Blattunterseite zusätzlich ein zarter, weißer Pilzrasen. Im späteren Stadium werden die Blätter schwarz und welken. Die oberen Teile der befallenen Triebe sterben ab. Auf der oberen Fruchthälfte sind ebenfalls blassbraune Stellen zu sehen.

 

Maßnahmen gegen die Kraut- und Braunfäule

 

  •  Pflanze dieTomaten geschützt und sonnig, so dass die Blätter nach einem Regenguss immer wieder schnell abtrocknen können. Sinnvoll ist, ein Dach über den Pflanzen aufzustellen, welches von allen Seiten eine gute Belüftung zulässt.
  • Sollen die Tomatenpflanzen im Beet wachsen, achte  unbedingt auf einen lockeren Boden ohne Staunässe, am besten eignet sich Gartenerde mit reichlich Humus und wenig Lehm- und Tonanteilen. Den Boden solltest du mit einem Sauzahn vorher tiefgründig lockern.
  • Pflanze die Tomaten und Kartoffeln jedes Jahr an einen anderen Platz im Garten und so weit wie möglich auseinander, da beide Pflanzenarten zu den Hauptwirtspflanzen des Phytophthora-Pilzes gehören.
  •  Der Abstand zwischen den einzelnen Tomatenpflanzen sollte zwischen 50 und 70 Zentimeter betragen, damit sie sich nicht gegenseitig berühren und infizieren können. Einzelreihen sind empfehlenswert.
  •  Gieße die Pflanzen mit weichem Wasserstrahl dicht über dem Boden und vermeide Spritzwasser auf den Blättern
  • Befallene Blätter und Früchte müssen sofort ausgeknipst und vernichtet werden. Auf keinen Fall dürfen die infizierten Pflanzenteile auf den Kompost, da die Sporen sehr robust und langlebig sind.
  •  Pflanze nur kleine Nachbarpflanzen neben die Tomaten, damit die Tomatenblätter nicht vom Wind abgeschirmt stehen .
  • Wichtig ist eine gute Hygiene. Desinfiziere  alle Gegenstände, die mit den Tomatenpflanzen in Berührung kommen – beispielsweise Spiralstäbe, Messer oder Gartenscheren. Zum Desinfizieren eignen sich kochendes Wasser oder ein Gasbrenner.
 
Tomatendach

Guter Schutz gegen den Tomatenpilz: ein schützendes Dach gegen Nässe

 

Resistente Tomatensorten und Fungizide


Wirklich resistente Tomatensorten gibt es nicht, auch wenn einige Sortenbezeichnungen das versprechen. Einige Züchtungen zeigen aber eine gewisse Toleranz, die einen Ausbruch der Pilzerkrankung zeitlich verzögert, Bei vorhandenem Befall kannst du im Haus- und Kleingarten unter anderem  mit verschiedenen Anti-Pilzmittel (Fungizide) arbeiten. Obwohl ich da persöhnlich nicht viel davon halte. Natürlich gibt es schon viele tolle Produkte...auch für Bio-Anbau geeignet-aber ich bin trotzdem der Meinung, wenn ich meine Gemüsepflanzen schon mit Spritzmitteln behandeln muss , dann habe ich doch im endeffekt die gleiche Qualität wie wenn ich sie kaufen würde. Also lieber natürlich und dafür weniger Ertrag als viel Ertrag aber dafür nicht Gesund.
 
Ich hab hier ein paar natürliche Heilmittelchen gegen die Kraut und Braunfäule:
 
Rhabarberblättersud:

 Ca. 1 kg Rhabarberbllätter kleinschneiden. Mit 8 -10 Litern abgestandenem Wasser auffüllen und ca. 4 - 6 Tage stehen lassen. Dann die Tomaten damit gießen. Das sollte man alle 14 Tg. wiederholen.

Knoblauchbeize am Samen:

Bevor die Samen in die Erde kommen beizt man sie mit einer Knoblauchbeize, 100 g Knoblauch auf 1 l laumwarmes Wasser, 15 Minuten ziehen lassen, trocknen und am nächsten Tag in die Erde versenken.Die Erfahrung sind dass es zwar zur Braunfläule kommt, jedoch sehr viel später. Knoblauch wirkt wie Penicillin gegen Pilze.

Man läst auch sehr viel darüber über verschieden Krätertees oder gar Buttermilch mit dem man die Tomaten besprühen sollte um den Pilz zu verhindern. Ich bin da eher vorsichtig--die Tomate mag numal keine nassen Blätter ob das nun Wasser oder "Medizin" ist---.

Was natürlich auch für die Pflanze stärkend ist, sind  die richtigen Beetnachbarn....wo wir bei der Mischkultur wären.

Zum Beispiel:

  • Petersilie
  •  Ringelblumen
  • Basilikum
  • Zwiebeln,
  •  Karotten